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Klimawette des Oberbürgermeisters: Topp, die Wette gilt!

Mit seiner Aktion „Klimawette“ hat Dr. Michael Bilharz letzte Woche in Darmstadt Station gemacht. Der Klimaaktivist und Mitarbeiter des Bundesumweltministeriums ist mit seinem E-Lastenrad auf Sommertour und hielt auf dem Luisenplatz und forderte Oberbürgermeister Jochen Partsch zu einer Wette heraus.

Bilharz kämpft für das 1,5-Grad-Ziel (maximale Erderwärmung). Mit seiner Aktion will er eine Million Menschen gewinnen und eine Million Tonnen CO2 bis zur kommenden Weltklimakonferenz in Glasgow einsparen. Nach dem Motto „Das 1,5-Grad-Ziel ist noch zu schaffen – gemeinsam. Wetten?!“ forderte er den Oberbürgermeister heraus.

„Ich nehme die Wette an“, antwortete Partsch, „es ist ein anspruchsvolles Ziel, aber wir sind dabei.“ Bis zum 1. November sollen 2425 Darmstädter – also 1,5 Prozent der Einwohner – je eine Tonne CO2 einsparen. Informationen bietet die Website www.dieklimawette.de

„Wenn wir es nicht schaffen, wird in einer Straße mit besonderer Überhitzung ein Parkplatz weggenommen und stattdessen ein schattenspendendes grünes Möbel aufgestellt“, nannte Partsch als Wetteinsatz.

Leider hat es die Klimawette des Oberbürgermeisters nicht auf die eigene städtische Internetseite geschafft, aber das Darmstädter Echo berichtete ausführlich darüber.

Wir von Zusammen in der Postsiedlung e.V. haben uns die ökologische Wende schon seit unserer Gründung 2015 auf unsere Fahnen geschrieben. Allerdings ausschließlich mit einer konkreten Handlung verbunden, Worte sind im Kontext Klima- und Umweltschutz wahrlich schon genügend ausgesprochen worden. Häufig fehlt dann aber deren Umsetzung.

Das machen wir konkret:

Konsequent vegetarisch-vegane Speiseangebote

Unser SeniorInnen-Mittagstisch, unsere Corona-Hilfen, unser Freitags-Cafe oder unsere Feste und Weihnachtsmärkte: Wir setzten ausschließlich auf ein vegetarisch-veganes Angebot, dazu fast ohne Ausnahme mit Lebensmitteln aus kontrolliert biologischem Anbau, die möglichst regional hergestellt und fair gehandelt werden (im Fall von Kaffee und Tee etc.). Der Verzicht auf tierische Lebensmittel trägt nachweislich ganz erheblich zur CO2-Vermeidung bei.

Einblick in den Einkauf für den Mittagstisch am 18. August 2021

Unsere Anschaffungen: Langlebig und ökologisch hergestellt

Möbel, Stühle, Computer: Der ökologosche Fußabdruck dieser Güter ist in der Produktion meist sehr groß. Daher kaufen wir von Anbeginn unsere Ausstattung beim ökologischen Anbieter MEMO. MEMO unterzieht alle Produkte in seinem Sortiment einer konsequenten ökologischen und ethischen Überprüfung. Dazu gehört nicht nur eine möglichst umweltfreundliche Produktion, sondern beispielsweise auch eine große Langlebigkeit. Auch Computer und Handy´s aus ökologischer und fairer Produktion werden dort verkauft: www.memo.de

Unsere Getränkeangebot: Bio und vegan

Natürlich wird bei unsere verschiedenen Vereinsaktivitäten auch eine Menge getrunken. Auch hier setzen wir konsequent auf Bio-Limonaden und Bio-Bier. Damit der Absatz steigt und irgendwann auch in Darmstadt regionales Bio-Bier gebraut wird 🙂

Förderung von Leih- und Tauschmodellen

Das unser Umsonstladen (nicht nur) in Sachen Ressourcenschonung ein großer Schritt ist, liegt auf der Hand. Doch auch unsere öffentliche Bibliothek, der öffentliche Spieleschrank und das öffentliche Kiosk für den Tausch von Tageszeitungen und Magazinen regt zum Teilen an. Was wir wollen: Man muss Dinge nicht besitzen, es reicht doch aus, wenn man die Dinge nutzen kann. Daher haben wir auch einen Carsharing-Punkt mit dem Anbieter book-n-drive am Quartierladen entwickelt. Nicht nur der gesamte Vorstand von Zusammen in der Postsiedlung e.V. besitzt kein Auto, auch viele weitere Aktive leben gut ohne Kraftfahrzeug in der Stadt.

Putz- und Reinigungsmittel nur aus nachhaltiger Produktion

Wir kaufen ausschließlich Putz- und Reinigungsmittel aus dem Bio-Supermarkt, deren Inhaltsstoffe im höchsten Maße umweltverträglich sind.

Blick in den Putzmittel-Schrank…

Förderung der Biodiversität

Die engagierte Pflege unseres über 2000 Quadratmeter großen Biotops, viele Hochbeete auf dem Quartierplatz, die Pflanzung von seltenen Wildbäumen, die Blühpatenschaft vor unserem Umsonstladen und unsere Seminare für die ökologische Gartengestaltung: Man kann in einer Großstadt sehr viel tun, um die Artenvielfalt zu erhalten.

Dies ist ein kleiner Einblick in die konkreten Taten unseres Beitrag für Klima- und Umweltschutz im Quartier. Wir sind immer auf der Suche nach Komplizen, damit die gemeinsame Idee weiter wächst 😉

Die Postsiedlung – Solidarität findet Stadt.