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Postsiedlung: VONOVIA baut großen Geldspeicher – Abriss von hundert Mietwohnungen

Darmstadt, 01. April 2021, Postsiedlung: Was die Aktiven von Zusammen in der Postsiedlung schon lange befürchtet haben, wird nun offenbar Realität. Der Wohnungsbaukonzern VONOVIA möchte in der Heinestraße mehr als hundert Mietwohnungen abreißen lassen.

An deren Stelle soll ein großer Geldspeicher des börsennotierten Unternehmens errichtet werden. „In Zeiten der Krise und Negativzinsen halten wir es für eine gute Idee, auf altbewährte Kapitalsicherungen zu setzen“, so ein Unternehmenssprecher zu diesem Blog. Außer Scheinen und Münzgeld sollen dort auch Goldmünzen und Goldbarren eingelagert werden.

Rolf Buch, Vorstandsvorsitzender von VONOVIA: Wir verdienen uns mit unserem bewährten Konzept, so wenige Leistungen wie möglich für die MieterInnen, bei gleichzeitig maximaler Miete, dumm und dusselig.

Nun besteht akuter Handlungsbedarf, damit der immer stärker wachsende Geldberg endlich einen sicheren Hafen erhält. Er werde aber nicht wie Dagobert Duck im Geld baden, dass sei schließlich seit Franz-Peter Tebartz-van Elst (Protz-Bischof von Limburg, Anmerkung der Redaktion) zum Tabu geworden.

Zu den angekündigten Protesten des Vereins „Zusammen in der Postsiedlung e.V.“ sagt Buch, er sei demgegenüber ganz entspannt. Schließlich wisse ja jeder kleine Schuljunge, dass der Teufel am Ende des Tages immer auf den größten Haufen scheißen würde.

Er schließt mit dem Satz: Mal ehrlich, haben sie schon einmal gehört, dass uns Immobilienhaien irgendein Politiker quer gekommen ist?

So endet diese Story am 01. April im Jahr 2021 und hinterlässt eine fragende Menge zwischen Fiktion und Realität…

„Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen // Den Vorhang zu und alle Fragen offen.“ – Bertolt Brecht.

Die Postsiedlung – Solidarität findet Stadt.