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Biotop: Tiere im Postsiedlungs-Biotop (41) – „Schwebfliegen, oder: Dreiste Fälschungen der Natur“

von Jan Becker: Heute widme ich mich einem Thema, das unter Künstlern nicht sehr beliebt, in der Natur aber sehr effektiv ist, nämlich der Nachahmung.

Viele Tiere, die nicht besonders wehrhaft sind, insbesondere kleinere Tiere wie z.B. etliche Insekten, setzen auf Nachahmung, um zu überleben. Dabei haben sich hier im Laufe der Evolution zwei grundlegend verschiedene Methoden entwickelt.

Die eine Art der Nachahmung stellt die Tarnung dar. Hier imitieren die Tiere z.B. Rindenstrukturen, kleine Ästchen oder (abgestorbene) Blätter und sitzen an den entsprechenden Stellen, wo sie dadurch ideal getarnt sind.

Die andere Art der Nachahmung ist dagegen sehr auffällig zu sein. So werden sehr wehrhafte oder giftige Tiere imitiert, um nicht gefressen zu werden. In Fachkreisen spricht man hier von der „Bates’schen Mimikry“.

Ein sehr schönes Beispiel einer solchen „Mimikry“ sind die Schwebfliegen, die durch ihr Aussehen entweder Bienen, Hummeln oder Wespen nachahmen.

Im Folgenden habe ich ein paar Vergleiche zwischen Schwebfliegen und den nachgeahmten Arten zusammengestellt:

Die Postsiedlung – Biodiversität findet Stadt.