Im Frühjahr 2026 sind Kommunalwahlen in Hessen. Alle Parteien haben ihre programmatischen Zielsetzungen vorbereitet. Da war es in den letzten Monaten für uns der richtige Zeitpunkt zu fragen: Welche Dinge im Quartier sind prima, mittelprächtig oder laufen überhaupt nicht gut? Was kann man im Quartier besser machen? Woran mangelt es? Gesucht waren Eure Fragen und Antworten für das Quartier.
Nachdem wir in fünf Teilen Eure Antworten und Impulse auf diesem Blog vorgestellt haben, kommt nun im neunten Teil die vierte Reaktion: Justin Krampe und Daniel Hettich von Volt Darmstadt haben uns eine Antwort zugesendet.
Wir kommentieren die eingehenden Antworten der Parteien und Wählergemeinschaften erst einmal nicht und lassen sie für sich selbst stehen.
Wir sagen DANKE für die Antwort!
Antwort von Volt Darmstadt:
Da wir als Volt davon überzeugt sind, dass faire und zeitgemäße Politik die Bedürfnisse aller Menschen ernst nimmt, verstehen wir die von Ihnen angesprochenen Anliegen als wichtigen Auftrag an uns. Die Rückmeldungen welche sie von den Anwohner der Postsiedlung zusammengetragen haben sehen wir als klaren Impuls, die genannten Verbesserungspotenziale im öffentlichen Raum entschlossen anzugehen und im Rahmen unserer politischen Arbeit auf bessere Lebensbedingungen in ganz Darmstadt hinzuwirken.
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Bei Volt verstehen wir kommunale Politik als einen offenen, transparenten und menschenzentrierten Prozess. Wir sind ein engagiertes, stetig wachsendes Team, das Politik zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern gestalten möchte, durch echte Beteiligung, nachvollziehbare Entscheidungen und eine klare Kommunikation über Chancen wie auch Hürden und Grenzen des kommunalpolitischen Handelns. Denn zur Realität gehört auch, dass politische Prozesse Zeit brauchen, komplexe rechtliche und bürokratische Rahmenbedingungen berücksichtigen müssen und unterschiedliche Interessen in Einklang zu bringen sind. Gerade deshalb ist es uns wichtig, jederzeit ein offenes Ohr für Anliegen, Kritik und Verbesserungspotentiale zu haben und gemeinsam nach den besten Lösungen zu suchen. Unser Ziel ist es, im Rahmen unseres Gestaltungsspielraums die Lebensqualität in Darmstadt nachhaltig zu verbessern und Politik fair, pragmatisch und zugleich zukunftsorientiert zu gestalten.
Die Quartiere Darmstadt-West, Alt-Bessungen und die Postsiedlung zeichnen sich durch eine starke soziale Gemeinschaft, kurze Wege im Alltag und eine gute Anbindung an Busse und Straßenbahnen aus. Kita-Plätze, Einkaufsmöglichkeiten, Freizeit- und Sportangebote sind schnell erreichbar und prägen die hohe Lebensqualität der Menschen vor Ort. Diese positiven Entwicklungen der vergangenen Jahre sehen wir als wertvolle Grundlage, die wir schützen und weiter stärken möchten. Daraus ergeben sich für uns klare politische Aufgaben: verlässliche Bedingungen für soziale Angebote zu schaffen, lokale Treffpunkte und Versorgungszentren zu fördern und die lebenswerte Struktur der Quartiere langfristig abzusichern. Als mögliche zukünftige Regierungsverantwortliche möchten wir genau daran anknüpfen und diese Stärken gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern weiterentwickeln.
Gleichzeitig wissen wir, dass zu einem guten Miteinander auch gehört, bestehende Schwierigkeiten offen anzusprechen und entschlossen anzugehen. Die Anwohner*innen benennen hierbei sehr deutlich Herausforderungen, die auch uns als Darmstädterinnen und Darmstädter am Herzen liegen und die wir in der kommenden Legislaturperiode anpacken wollen. So fehlen an mehreren Bushaltestellen – wie am Hannah-Arendt-Weg – Überdachungen, die Wartenden Schutz vor Regen und Unwetter bieten würden. Die öffentlichen Toiletten, unter anderem an der Orangerie, befinden sich aufgrund von Vandalismus und mangelhafter Reinigung in einem unzumutbaren Zustand. Grünflächen wie der Ingelheimer Park, der Forstmeisterplatz oder die Heinrich-Knieß-Anlage weisen defekte Brunnen, abgenutzte Bereiche und beschädigte Sitzmöglichkeiten auf, die dringend erneuert werden müssen. Auch die Verkehrssituation bleibt vor allem für ältere Menschen und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen problematisch – etwa durch zu hohe Bordsteine wie vor dem Quartierladen. Hinzu kommt, dass sich die haus- und fachärztliche Versorgung in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert hat und viele Angebote nicht mehr fußläufig erreichbar sind.
Viele dieser Herausforderungen bestehen nicht nur in der Postsiedlung und den umliegenden Stadtteilen, sondern an zahlreichen Orten in ganz Darmstadt. Sie machen deutlich, dass es struktureller Verbesserungen bedarf, die wir als Volt in die Stadtverordnetenversammlung einbringen und dort aktiv vorantreiben wollen. Dabei orientieren wir uns an unserer klaren Vision „Darmstadt 2036“ und den konkreten Maßnahmen, die wir in den kommenden fünf Jahren anstoßen und umsetzen möchten – für ein sauberes, barrierefreies und insgesamt lebenswerteres Darmstadt.
Darmstadt für alle: Mobil, sicher, barrierefrei
Volt ist davon überzeugt, dass ein sicherer und barrierefreier öffentlicher Raum eine grundlegende Voraussetzung für Lebensqualität und echtes Miteinander ist. Doch noch immer gibt es viele Orte in Darmstadt, die nicht für alle Menschen gleichermaßen gut nutzbar sind – sei es durch unübersichtliche Bereiche wie am Bahnhof Darmstadt Süd, zu hohe Bordsteine, fehlende Orientierungshilfen oder Haltestellen, die keinen ausreichenden Schutz bieten und sich in schlechtem Zustand befinden. Für uns gehören solche Hindernisse nicht in eine moderne und gerechte Stadt. Unser Ziel ist ein Darmstadt, in dem sich alle Menschen – unabhängig von Alter, Mobilität oder Einschränkungen – sicher bewegen können und öffentliche Räume als Orte der Begegnung und Erholung erleben. Barrierefreiheit ist für uns dabei kein Zusatz, sondern ein zentraler Bestandteil einer inklusiven Stadtentwicklung.
1. Die 15-Minuten-Stadt
Unsere Vision ist ein Darmstadt, in dem alle Menschen ihre täglichen Wege – ob Einkaufen, Arbeiten oder Freizeit – innerhalb von 15 Minuten erledigen können. Dazu gehört, dass Bushaltestellen bedarfsgerecht mit digitalen Anzeigen, Sitzgelegenheiten und Überdachungen ausgestattet werden. Besonders in den äußeren Stadtteilen und in Richtung Landkreis besteht noch Nachholbedarf in der Anbindung. Der HeinerLiner spielt dabei eine zentrale Rolle: Er ermöglicht vielen älteren Menschen und Menschen mit Einschränkungen eine flexible Mobilität. Deshalb setzen wir uns dafür ein, das Angebot trotz finanzieller Engpässe im Haushalt wieder tagsüber nutzbar zu machen und gemeinsam mit dem Landkreis zu einem leistungsfähigen, landkreisweiten On-Demand-System auszubauen.
2. Freie und sichere Fußwege
Öffentliche Mobilität funktioniert nur, wenn auch die Wege dorthin nutzbar sind. Doch Gehwege sind in den letzten Jahren zunehmend blockiert – durch Gehwegparken, liegengebliebenen Sperrmüll, fehlende Winterbefestigung oder zu hohe Bordsteine wie vor dem Quartierladen in der Postsiedlung.
Deshalb schlagen wir ein „Gehwege-frei-Programm“ für die nächste Legislaturperiode vor. Der bestehende Mängelmelder soll um Meldungen zu Fußwegen erweitert und deutlich sichtbarer beworben werden (z.B. durch Werbung auf öffentlichen Mülleimern, Schildern in Parks, etc.), ergänzt um einen Fußverkehrsbeauftragten als zentrale und gut erreichbare Anlaufstelle zwischen Stadtverwaltung und Bürgerschaft.
3. Verkehrsberuhigte Wohngebiete
Ein entscheidender Faktor für Sicherheit und Lebensqualität ist der Verkehr im direkten Wohnumfeld. Wir setzen uns deshalb dafür ein, Tempo 30 als Regelfall in Wohngebieten auszubauen. Die deutlich niedrigere Unfallgefahr und geringere Verletzungsschwere sprechen klar dafür. Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei auf sichere Schulwege durch zusätzliche Querungshilfen, Zebrastreifen und verbreiterte Gehwege. Wir begrüßen die Entwicklung hin zu mehr Tempo-30-Zonen, kritisieren jedoch den gleichzeitigen Rückbau von Geschwindigkeitskontrollen, die für eine wirksame Umsetzung notwendig sind.
4. Vom Flickenteppich zum Radnetz
Der aktuelle Flickenteppich an Fahrradwegen führt dazu, dass Strecken oft abrupt enden oder unübersichtlich verlaufen. Da immer mehr Menschen in Darmstadt auf das Fahrrad umsteigen, müssen sichere, lückenlose und gut geführte Radwege geschaffen werden. Wir wollen die zahlreichen Vorschläge des Radentscheids Darmstadt systematisch prüfen und priorisieren – von sicheren Ampelphasen über klar geführte Radwege bis hin zu Fahrradstraßen und geschützten Radspuren. Auch der Lieferverkehr muss so organisiert werden, dass Radfahrende nicht gefährdet werden, etwa durch klare Ladezonen / Ladezeiten und bessere Trennung der Verkehrsflächen.
5. Platz für Roller & Räder
E-Roller sind ein wichtiger Bestandteil einer modernen, klimafreundlichen Mobilität, und wir begrüßen ihr grundsätzliches Potenzial für kurze Wege in der Stadt. Gleichzeitig werden sie derzeit oft ungeordnet im Straßenraum abgestellt und blockieren Gehwege. Wir begrüßen daher die Einführung der ersten 15 E-Roller-Parkzonen, etwa in der Viktoriastraße (Johannesviertel), und wollen dieses System deutlich ausbauen. Gemeinsam mit den Betreiberfirmen sollen feste Stellzonen geschaffen werden, die auch Lastenräder und Heinerbikes integrieren. Unser Ziel ist ein dichtes Netz von rund 100–150 Stellpunkten im Stadtgebiet, damit – wie in Tarragona oder Wien – verpflichtend nur noch innerhalb dieser Zonen geparkt wird. So werden Gehwege frei, ohne das Angebot einzuschränken.
6. Geld dorthin, wo’s wirkt
Wir setzen uns für die Einrichtung eines Fonds für nachhaltige Verkehrsentwicklung ein. Alle Einnahmen aus Parkgebühren sollen dort gebündelt und nach Bürger*innen-Abstimmung gezielt in Gehwege, Radwege und Sharing-Angebote reinvestiert werden. So fließen Mittel direkt dorthin zurück, wo sie zu einer echten Verbesserung beitragen.
Nachhaltigkeit und Biodiversität beginnt im QuartierDer Klimawandel wird Darmstadt in den kommenden Jahren spürbar verändern: Längere Hitzeperioden, zunehmende Trockenheit, vermehrter Starkregen und ein Rückgang der Biodiversität stellen insbesondere die innerstädtischen Quartiere vor große Herausforderungen. Deshalb wollen wir als Volt Nachhaltigkeit und den Schutz der biologischen Vielfalt zu einem festen Bestandteil der städtebaulichen Entwicklung machen. Grünflächen sollen konsequent biodiversitätsfreundlich gestaltet und vernachlässigte Parks – wie etwa die Heinrich-Knieß-Anlage – zu zukunftsfähigen, klimawirksamen und barrierefreien Begegnungsräumen weiterentwickelt werden. Dabei geht es uns nicht nur um Klimaanpassung, sondern auch um wohnortnahe Erholung: öffentliche Parks sollen vielfältige Freizeit- und Aufenthaltsmöglichkeiten bieten, die Kinder, Familien und ältere Menschen gleichermaßen ansprechen. Die Einrichtung eines Wasserspielplatzes in Darmstadt-West ist ein Beispiel dafür, wie wir Hitzereduktion, Spielangebote und Erholungsqualität miteinander verbinden können. Durch Entsiegelung, gezielte Begrünung und eine sorgfältige Gestaltung des öffentlichen Raums schaffen wir so eine „grüne und kühle Stadt“, die das historische Umfeld respektiert und zugleich die Lebensqualität in allen Quartieren deutlich steigert.
1. Mehr Stadtgrün durch Entsiegelung
Um Biodiversität dauerhaft in der Stadtentwicklung zu verankern, wollen wir verbindliche Vorgaben in Bebauungsplänen stärken und gezielte Förderprogramme für Bestandsgebäude ausbauen. Dachbegrünung, Fassadenbegrünung und Entsiegelungsmaßnahmen sollen dabei aktiv unterstützt werden. Gemeinsam mit lokalen Vereinen und Bauherren möchten wir praxisnahe Leitfäden entwickeln, die den Einbau biodiversitätsfreundlicher Elemente erleichtern und Planungssicherheit schaffen.
2. Biodiversität 2030
Im Rahmen einer umfassenden Biodiversitätsstrategie wollen wir begonnene Maßnahmen bis 2030 konsequent fortführen und mit klaren Zielen hinterlegen. Dazu gehört besonders die sichtbare Freilegung erster Darmbach-Abschnitte sowie die Sanierung defekter Elemente städtischer Grünanlagen – wie des Brunnens im Ingelheimer Park. Ziel ist es, ökologische Aufwertung und Aufenthaltsqualität miteinander zu verbinden.
3. Stadtgrün in Bürgerhand
Um Stadtgrün nachhaltig zu pflegen und das Bewusstsein für Biodiversität zu stärken, wollen wir in den kommenden Jahren mindestens 30 neue Pflegepatenschaften für Grün- und Platzflächen einrichten. Schulen, Vereine, Nachbarschaften und Unternehmen sollen gezielt eingebunden werden, um gemeinsam ökologische Verantwortung zu übernehmen und Grünflächen lebendig und gepflegt zu halten.
4. Mehr Natur in Parks & Friedhöfen
Darmstadts sieben Friedhöfe besitzen großes Potenzial als naturnahe Orte für Pflanzen und Tiere. Wir setzen uns dafür ein, die Friedhofssatzung entsprechend anzupassen und biodiversitätsfreundliche Bepflanzungen – etwa heimische Sträucher, Wildblumen oder Totholzstrukturen – durch reduzierte Gebühren gezielt zu fördern. Auch in ausgewählten Parks sollen „Wilde Ecken“ entstehen, die mit Steinhaufen, Totholz und naturnaher Pflege wertvolle Rückzugsräume für Insekten, Vögel und Kleintiere schaffen.
Gemeinsam statt nebeneinanderEin zentraler Bestandteil des Quartierslebens ist das Engagement lokaler Initiativen und Vereine, die mit ihrem Einsatz für eine solidarische Nachbarschaft sorgen. Wir als Volt sind überzeugt, dass gute Kommunalpolitik vor allem dann gelingt, wenn sie im offenen, vertrauensvollen und kontinuierlichen Austausch mit den Menschen vor Ort steht, ihre Bedürfnisse ernst nimmt und sie aktiv darin unterstützt, das Miteinander im Quartier zu gestalten. Begegnungsorte wie Quartierszentren, Nachbarschaftsläden oder Gemeinschaftsräume stärken Austausch, Zugehörigkeit und soziale Teilhabe – und sie sind entscheidend dafür, Barrierefreiheit und Daseinsvorsorge im öffentlichen Raum gemeinsam weiterzuentwickeln, etwa durch das Anmerken von Missständen wie kaputte und unsaubere Toiletten in der Orangerie.
Solche Verbesserungen können jedoch nur gelingen, wenn sie in enger Zusammenarbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern entstehen. Deshalb möchten wir die Kooperation mit den lokalen Bürgerinitiativen wie den Vereinen in der Postsiedlung deutlich ausbauen und die Bürgerbeteiligung insgesamt stärken – um den besonderen Charme und die Lebensqualität des Quartiers zu erhalten und gleichzeitig Impulse für die Weiterentwicklung anderer Stadtteile zu setzen. Denn wie die bisherigen Rückmeldungen zeigen, wissen die Menschen vor Ort selbst am besten, was ihr Viertel braucht, um auch in Zukunft lebenswert zu bleiben.
1. Begegnungsräume stärken
Ein lebendiges Quartier braucht Orte, an denen Menschen zusammenkommen können. Deshalb ist es für uns ein zentrales Anliegen, in den kommenden Jahren bezahlbare und niedrigschwellige Räume für Veranstaltungen, Proben, Kurse und Treffen bereitzustellen. Unser Ziel ist es, in allen Stadtteilen wohnortnahe, kostenfreie oder kostengünstige Angebote zu ermöglichen – von Sportflächen bis hin zu Proberäumen. Einrichtungen wie die Bessunger Knabenschule zeigen bereits heute, wie wertvoll solche offenen Begegnungsorte sind, die zahlreichen Bands, Sportgruppen und auch uns als politische Initiative als Treffpunkt dienen. In diesem Sinne unterstützen wir ausdrücklich die Idee, bestehende Infrastruktur wie Schulgebäude außerhalb der Unterrichtszeiten zu öffnen, um zusätzliche konsumfreie Räume für Nachbarschaft, Kultur und Engagement zu schaffen.
2. Leerstand beleben
Darüber hinaus wollen wir leerstehende Immobilien stärker in den Blick nehmen und sie, wo möglich, zu Orten für Lern-, Kultur- und Co-Working-Projekte weiterentwickeln oder als Quartiers- und Stadtteilzentren nutzbar machen. Ebenso möchten wir Quartiersläden, Nahversorgungszentren und konsumfreie Begegnungsorte wie Jugendhäuser, Büchereien und Stadtteiltreffs erhalten und ausbauen. Dazu gehört auch die Einführung eines weiteren mobilen Büchereibusses, um Informations- und Kulturangebote in alle Stadtteile zu bringen. Gemeinnützige Initiativen wie Reparaturcafés, Makerspaces oder Tauschbörsen sollen durch die Bereitstellung geeigneter städtischer Räume gezielt gestärkt werden.
3. “Darmstadt im Herzen”
Damit diese Angebote auch wirklich bei den Menschen ankommen, wollen wir den digitalen stadtweiten Veranstaltungskalender – etwa in der „Darmstadt im Herzen“-App – weiterentwickeln und deutlicher sichtbar machen. Freizeit-, Kultur-, Informations- und Sozialangebote sollen übersichtlich gebündelt und leicht auffindbar sein. Gleichzeitig wollen wir den Kalender im öffentlichen Raum präsenter bewerben, zum Beispiel über Anzeigen in Bussen und Straßenbahnen, damit alle Menschen spontan und unkompliziert Orientierung über das Geschehen in ihrem Viertel erhalten.
4. Unabhängig vom Geldbeutel
Um soziale Teilhabe unabhängig vom Geldbeutel zu sichern, setzen wir uns für die Fortführung und bedarfsgerechte Weiterentwicklung der TeilhabeCard Darmstadt ein. In enger Zusammenarbeit mit den Betroffenen wollen wir das Leistungsspektrum dort erweitern, wo es wirklich gebraucht wird, um allen Menschen den Zugang zu Kultur-, Freizeit- und Bildungsangeboten zu ermöglichen.
5. Robust und kreativ
Schließlich möchten wir öffentliche Räume so gestalten, dass sie sowohl robust als auch kreativ nutzbar sind. Besonders stark beanspruchte Orte sollen schrittweise mit vandalismusresistenter Möblierung ausgestattet werden, damit sie langfristig ansprechend bleiben. Gleichzeitig wollen wir legale Kreide- und Graffiti-Flächen schaffen, die Raum für kreative Ausdrucksformen bieten, Konflikte reduzieren und die Gemeinschaft stärken. Auf diese Weise fördern wir ein Quartiersleben, das lebendig, vielfältig und für alle zugänglich ist.
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Abschließend möchten wir noch einmal ausdrücklich betonen, wie sehr wir Ihr Engagement und Ihre Quartiersarbeit schätzen. Was Sie in der Postsiedlung leisten, ist ein enorm wertvoller Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, für eine solidarische Nachbarschaft und für die Stärkung unserer demokratischen Kultur – und wir möchten Ihnen dafür herzlich danken. Sollten Sie weitere Fragen haben oder wenn etwas unklar geblieben ist, zögern Sie nicht, Volt Darmstadt zu kontaktieren.
Auf Wunsch nehmen wir Sie gerne in unseren Mailverteiler auf und informieren Sie, sobald unser Wahlprogramm für die Kommunalwahl Darmstadt 2026 veröffentlicht wird, was voraussichtlich im Januar kommenden Jahres des Fall sein wird.
Mit freundlichen Grüßen
Justin Krampe und Daniel Hettich
Volt Europa/Volt Deutschland
Landesverband Hessen
Die Postsiedlung – Solidarität findet Stadt.
