von Jan Becker: Das Rotkehlchen ist aus den Parks und Gärten Deutschlands nicht wegzudenken. Mit seiner auffälligen orangefarbenen Brust und seinem schönen Gesang zählt es, trotz seiner geringen Größe, zu den auffälligsten und bekanntesten Vögeln in Deutschland.
Das Rotkehlchen gehört zu den sogenannten Fliegenschnäppern und ernährt sich hauptsächlich von Insekten, kleinen Spinnen und Regenwürmern. Ergänzend nimmt es Beeren und weiche Samen zu sich. Während der Brutzeit ist die Nahrung fast ausnahmslos aus tierischen Bestandteilen zusammengesetzt. Im Spätsommer, Herbst und Winter wird sie durch pflanzliche Nahrung ergänzt.
Beim Nestbau agiert das Rotkehlchen recht variabel. Häufig befinden sich die Nester jedoch am Boden oder in Bodennähe, wie z.B. in Bodenvertiefungen, in Halbhöhlen an Böschungen, im Wurzelwerk am Boden, unter Gestrüpp oder in hohlen Baumstümpfen. Gelegentlich wird das Nest aber auch in Baumhöhlungen, Mauerlöchern oder anderen Höhlen angelegt. Zum Nestbau werden vor allem trockenes Laub, Moos, Stängel, Halme und feine Wurzeln genutzt. Ausgepolstert wird das Nest mit Tierhaaren, Pflanzenwolle und Federn.
Der Gesang des Rotkehlchens ist mit 275 nachgewiesenen, sich fortlaufend ändernden Motiven äußerst variabel. Er wird mit vorgestreckter, die Färbung betonender Brust, in der Regel von einer hohen Singwarte aus, vorgetragen. Er beginnt etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang und ist noch eine gute Zeit nach Sonnenuntergang zu hören, hauptsächlich jedoch während der Dämmerung. Rotkehlchen singen mit Ausnahme der Mauserzeit das ganze Jahr über.
In Mitteleuropa ist das Rotkehlchen ein Standvogel, dass heißt die hier lebenden Tiere bleiben auch den Winter über in Deutschland und können z.B. an Futterstellen beobachtet werden.
Außerdem badet das Rotkehlchen sehr gerne, sodass es das ganze Jahr über auch häufig an Wasserstellen zu beobachten ist.
Damit endet die Vorstellung unserer Kalendertiere des Jahres 2026. Wir hoffen, euch haben die Beiträge gefallen und ihr habt im kommenden Jahr viel Freude an unserem Biotop-Kalender!
Die Postsiedlung – Biodiversität findet Stadt.
