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Quartier: Kommunalwahlen 2026 – Eure Agenda fürs Quartier (Teil 3) – Was kann man im Quartier besser machen?

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Im Frühjahr 2026 sind Kommunalwahlen in Hessen. Alle Parteien bereiten in diesen Wochen ihre programmatischen Zielsetzungen vor. Da war es in den letzten Wochen für uns der richtige Zeitpunkt zu fragen: Welche Dinge im Quartier sind prima, mittelprächtig oder laufen überhaupt nicht gut? Was kann man im Quartier besser machen? Woran mangelt es? Gesucht waren Eure Fragen und Antworten für das Quartier.

Gefragt haben wir über diesen Blog, über das Nachbarschaftsnetzwerk nebenan.de, über unseren großen Mailverteiler, an unserem SeniorInnen-Mittagstisch, dem Freitagscafe, am Kiosk 1975 und unserem Umsonstladen. Dabei sind erstaunlich viele Antworten und auch Impulse herausgekommen, welche wir in einer kleiner Serie auf diesem Blog vorstellen möchten.

Zur Erinnerung: Es geht um unser Quartier, den vier offiziellen statistischen Bezirken „Darmstadt-West“ mit „Am Südbahnhof / Postsiedlung“, „Heimstättensiedlung“, „Verlegerviertel“, „Industriegebiet West / Am Kavalleriesand“ und „Alt-Bessungen“ mit insgesamt rund 26.000 EinwohnerInnen.

Begonnen haben wir die kleine Serie im ersten Teil mit der Frage: Welche Dinge im Quartier sind prima?

Aufgrund vieler Rückmeldungen haben wir einen zweiten Teil mit einem Update hierzu verfasst.

Im heutigen dritten Teil geht es um die Frage: Was kann man im Quartier besser machen? Hier haben wir Eure ganz konkreten Kritik- und Verbesserungsvorschläge aufgegriffen. Wir finden: Die Kommunikation über diese oftmals kleinen Dinge des Alltags ist wichtig. Weil hier Lösungen oft sehr einfach zu erreichen sind. In einer Welt, die immer komplexer und komplizierter wird, ist es ja manchmal auch ganz gut zu merken, dass Veränderungen möglich und erreichbar sind. Es gilt, die Ohnmacht zu überwinden und die eigene Selbstwirksamkeit zu stärken!

In einem kommenden Teil widmen wir uns dann den „größeren“ Vorschlägen.

Hier kommen Eure Themen des Alltags:

Fehlende Überdachung an der Bushaltestelle Hannah-Arendt-Weg / Netto-Supermarkt

„Ich bin hier schon so oft naßgeregnet worden“, sagt H. O., der in der Nähe lebt. Könnte man hier nicht eine Überdachung bauen? Hier fahren auch viele Leute mit dem Bus, die vorher beim Netto einkaufen waren. Auch viele ältere Menschen, die dann mit ihren Einkäufen 1-2 Stationen mit dem Bus bis nach Hause fahren. Ein sehr konstruktiver und lösungsnaher Vorschlag, wie wir finden.

Brunnen im Ingelheimer Park wieder in Betrieb nehmen

Er war bei den kleinen Kids im Quartier bis vor ca. 10 Jahren noch beliebtes Nahziel für einen Spaziergang. Im Sommer etwas planschen, sogar kleine Spielzeug-Schiffchen konnte man im kleinen Kanal neben dem Brunnen fahren lassen. Nun ist der Brunnen schon viele Jahre kaputt. Dabei wäre durchaus Bedarf da, durch den massiven Zubau von Wohnungen leben viele kleine Kinder rundherum. Wie könnte man das schaffen? Eine bürgerschaftliche Aktion? Oder muss die Politik die Prioritäten ändern? In der Liste der „Kühlen Orte“ im Hitzeschutz-Aktionsplan der Stadt ist Darmstadt-West ein weißer Fleck. Ein intakter Brunnen (nicht nur) für die Kids wäre zumindestens ein Anfang, meinen mehrere AnwohnerInnen.

Sitzbänke auf dem Forstmeisterplatz erneuern

Man könne auf dem Forstmeisterplatz so schön sitzen, wenn nur nicht die Sitzbänke so in die Jahre gekommen wären, sagt uns eine Bessungerin. Die Brunnebitt (der dortige Brunnen) plätschert vor sich hin, hier finden viele Feste statt. Eigentlich ein Platz mit Potential zum Verweilen. Wer nimmt sich der in die Jahre gekommenen Bänke an?

Zustand der Öffentlichen Toiletten an der Orangerie

Gleich mehrere Menschen haben uns hierauf angesprochen: Von Außen ist es eine Idylle, betritt man die Toilettenanlage, ist es damit aber schlagartig vorbei. Viele Menschen sagen, diese Toilette sei für sie faktisch nicht benutzbar. Einige ältere Menschen sagen „Nur in höchster Not“. Für Männer ist das natürlich leichter. Wir waren am Vormittag vor Ort, es wurde augenscheinlich am Morgen gereinigt. Zumindestens war geputzt und es lag kein Unrat herum. Eine Lösung gegen den Vandalismus zu finden, ist wahrscheinlich schwer. Vielleicht dem Cafe Linie 3 einen monatlichen Betrag zahlen, damit man dort auf die Toilette gehen kann?, sagt einer. Immerhin – eine konstruktive Idee.

Trostlose Heinrich-Knieß-Anlage

Er war einmal der legendäre Vorsitzende von Rot-Weiß Darmstadt, auch lange Zeit Stadtverordneter. Zu seinem Andenken ist in der Fünfkirchner Straße eine Grünanlage nach ihm benannt. Doch die sei in einem erbärmlichen Zustand, sagen ein paar Heimstättensiedler. Vielleicht solle man das Mobiliar der Anlage lieber entfernen und das Andenken an Heinrich Knieß andernorts würdiger begehen? Gibt es an „seinem“ ehemaligen Rot-Weiß Gelände keine bessere Möglichkeit, meint einer. Ein Vorschlag ist gemacht…

Bordstein am Quartierladen in der Binger Straße absenken

Es ist seit Jahren ein Dauerthema: Zu unserem seit vielen Jahren angebotenen wöchentlichen SeniorInnen-Mittagstisch + Freitagscafé kommen auch mehrere Menschen mit Mobilitätseinschränkung (Rollstuhl, Elektro-Caddy, Rollator). Für diese stellt ein hoher Bordstein stets ein Problem dar, da sie entweder Gefahr laufen zu stürzen oder um Hilfe bitten müssen. Leider wurde unsere Bitte um Unterstützung bei der Stadt bisher abgelehnt. Unser Antrag im damaligen sog. Bürgerhaushalt der Stadt wurde zwar auf den ersten Platz für Darmstadt-West gewählt, dann aber als derzeit wegen Personalmangel nicht umsetzbar eingruppiert. Schade! BesucherInnen unseres Mittagstischs haben das Thema jetzt wieder auf die Tagesordnung gesetzt…

Bald geht es mit dem vierten Teil weiter…

Die Postsiedlung – Solidarität findet Stadt.