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Biotop: Tiere im Postsiedlungs-Biotop (16) – Summen, Krabbeln, Zwitschern

von Jan Becker: Letzte Woche beherrschte ein konstantes Hoch unser Wetter und bescherte uns Sonne pur und warme Temperaturen am Nachmittag. Entsprechend schaltete das Biotop jetzt auch endgültig auf Frühling um.

Wie überall fangen auch in unserem Biotop die Vögel im Frühjahr mit den Vorbereitungen zur Brutzeit an. Entsprechend ist das Biotop gerade von vielstimmigem Vogelgezwitscher und -rufen erfüllt. Die Blaumeisen fangen mit dem Nestbau in ihren frisch gereinigten Brutkästen an und auch die Rufe des Grünspechts sind weithin im Quartier zu hören. Darüber hinaus erschienen (pünktlich zu unserem Bienen-Workshop vergangenen Samstag) immer mehr Wildbienen im Biotop.

Blaumeise
Blaumeise
Grünspecht

Sehr beliebt bei den Bienen ist im Moment die Purpurrote Taubnessel. Wie der Name bereits verrät, verursacht sie im Gegensatz zur Brennnessel bei Berührung kein schmerzhaftes Brennen. Wer also den Bienen im eigenen Garten etwas Gutes tun möchte, entfernt dieses „Unkraut“ erst nachdem es verblüht ist. Optisch ansprechend ist auch der leuchtend rote Pollen dieser Pflanze, der gerade an den Pollenhöschen der Honigbienen gut zu sehen ist.

Honigbiene mit Pollen der Purpurroten Taubnessel

An den Taubnesseln konnten im Laufe der Woche neben zahlreichen Honigbienen unter anderem mehrfach eine Erdhummel beobachtet werden und auch die Große Holzbiene, hier ein Männchen (erkennbar an den orangenen Streifen an den Fühlerenden), besuchte die Blüten.

Erdhummel
Große Holzbiene (Männchen)

Mit einer Vertreterin der Gattung der Pelzbienen besuchte ein bisher noch nicht im Biotop beobachtetes Insekt mehrfach die Taubnesselblüten auf der Suche nach Nektar. Und mit den Schmalbienen sind auch ganz kleine Bienen bereits unterwegs und an den Blüten der Taubnessel interessiert.

Pelzbiene
Schmalbiene

An den optisch schönen Blumen, wie den Krokussen oder Narzissen ist dagegen verhältnismäßig wenig los. Neben den Honigbienen konnten hier, bevorzugt an den lilafarbenen, Krokussen die gehörnten Mauerbienen beobachtet werden. Diese Bienen sind im Siedlungsbereich oft anzutreffen und sind weder bei den besuchten Blüten noch bei den Nistmöglichkeiten besonders wählerisch. Sie nisten in allerlei Hohlräumen, sehr gerne auch in Bienenhotels. Mit ihrem intensiv orange-behaarten Hinterleib sind sie darüber hinaus sehr leicht zu erkennen und somit eine der charakteristischen Wildbienenarten des Frühlings in unseren Breiten. Wer Obstbäume im Garten hat ist darüber hinaus gut beraten, diese Art mit Bienenhotels zu fördern, da sie die effizienteste Bestäuberin von Obstbäumen ist.

Auch die Sandbienen sind weiterhin im Biotop unterwegs, hier noch ein schönes Foto einer Sandbiene beim Besuch des Blausterns.

Gehörnte Mauerbiene
Sandbiene

Neben den Bienen sind auch schon Schmetterlinge, wie dieser Vertreter der Weißlinge oder der Dünen-Sandlaufkäfer unterwegs.

Weißlinge
Dünen-Sandlaufkäfer

Darüber hinaus krabbeln auch schon zahlreiche andere Käfer, Wanzen, Ameisen und Spinnen, durchs Biotop. Stellvertretend dafür hier abschließend noch ein Foto einer besonders intensiv gefärbten Zwergkrabbenspinne.

Gattung Ozyptila

Das war es für diese Woche wieder aus dem Biotop.

Die Postsiedlung – Biodiversität findet Stadt.