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Postsiedlung in Darmstadt: Die Ghostbusters in Aktion gegen Wohnungs-Leerstand aus Profitgründen…

Der Wohnungsmarkt ist außer Kontrolle.
Nicht nur im Quartier in und um die Postsiedlung in Darmstadt versetzen kapitalstarke Profit-Monster auf dem Wohnungsmarkt die Menschen in Angst und Schrecken.
39 Quadratmeter Wohnung?
Kein Problem: Für 1025,- Euro sind sie pro Monat dabei (sog. „Verlegerhöfe“, Holzhofallee 31, Darmstadt).
Dann doch lieber eine Wohnung kaufen?
Kein Problem: Eine 25 Quadratmeter-Wohnung für 204.470 Euro (Oro-Apartments, Eschollbrücker Straße, Darmstadt)
Noch teurer? Auch kein Problem, links und rechts im Quartier wachsen weitere superteure Neubauten in die Höhe.

Ein neuer Trend im Quartier: Viele Profit-Monster haben gemerkt, dass es ihnen eigentlich ziemlich auf den Keks geht, wenn Menschen in ihren Wohnungen leben. Die haben nur Anforderungen, haben Mieterrechte, beschädigen am Ende noch das Eigentum oder wenden sich gar an den Mieterverein. Uaaah! Ganz schrecklich! Da verliert man doch fast den Spaß am Investment!

Daher: Einfach mal die Wohnung leer stehen lassen und sich entspannt zurücklehnen.
Genau: Sei als Investor faul wie ein Waschbär und mache einfach: Nichts!
Die Wertsteigerung der Immobilie ist auch ohne jeden nervigen Menschen in der Wohnung so hoch, dass auch ohne jede Anstrengung das Bankkonto Jahr für Jahr nur eine Richtung kennt: Nach oben.

Im Quartier hingegen sehen sich immer mehr Menschen mit der Situation konfrontiert, dass sie nicht mehr wissen, wie sie eine neue Wohnung für die gewachsene Familie, die erste Bude nach dem Auszug aus dem Elternhaus, die Miete mit magerem Mindestlohn-Gehalt oder eine eigene Wohnung nach Trennung vom Partner finanzieren sollen.

Resultat: Menschen müssen aus dem Quartier wegziehen, obwohl sie das freiwillig nicht wollen. Nicht wenige Menschen fühlen sich durch diese Entwicklung an die Wand gedrückt, entwickeln tiefe Unzufriedenheiten mit der Gesellschaft. Wenn es eine Anleitung für eine zunehmende Skepsis in demokratische Institutionen und ihre Spielregeln sein darf: Bitteschön, das ist ein Baustein dafür.

Doch jedes miese Spiel geht dann zu Ende, wenn Menschen sich zusammentun und nicht mehr mitmachen.

Ghostbuster im Quartier in und um die Postsiedlung

Kennen Sie noch den Titelsong des Ghostbusters Films aus den 80er Jahren?

If there′s somethin‘ strange in your neighborhood
Who ya gonna call?
(Ghostbusters!)

If it′s somethin‘ weird an‘ it don′t look good
Who ya gonna call?
(Ghostbusters!)

I ain′t afraid o‘ no ghost
I ain′t afraid o‘ no ghost

If you′re seein‘ things runnin′ through your head
Who can you call?
(Ghostbusters!)

Wir stellen fest: Wir sind jetzt da!

Die Ghostbuster im Quartier in und um die Postsiedlung werden ab sofort Geisterhäuser (Leerstand aus Profitgründen) identifizieren und öffentlich machen. Ebenso werden sie die Horror-Mieten im Quartier offenlegen und die Profiteure benennen.

Unsere Hotline: ghostbusters@postsiedlung.de

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Artikel 14 (2):
„Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Artikel 15, Satz 1:
„Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden.“

Viel Spaß bei unserem ersten Video-Clip!
und: Who ya gonna call?
Ghostbusters!

Die Postsiedlung – Solidarität findet Stadt.